KIP - Kontrolliert Integrierte Produktion

In unserem Apfelgarten setzen wir auf KONTROLLIERT INTEGRIERTE PRODUKTION.

Das bedeutet, dass die für den Apfelanbau nützlichen Insekten, die sogenannten Nützlinge, in bestimmte Pflegemaßnahmen eingebunden werden.

Nützlinge unterbinden die unkontrollierte Vermehrung von pflanzenschädigenden Lebewesen. Sie dienen der Produktionssicherung und das ohne den Einsatz naturfremder Stoffe.

Für den Aufbau einer Nützlingspopulation braucht man aber eine gewisse Anzahl an 'Schädlingen', welche bis zu einer genau bestimmten Schadschwelle von uns toleriert wird.

Erst wenn diese Schwelle von einem Schädling überschritten wird, muss der Apfelbauer korrigierend eingreifen um ein Kippen des natürlichen Gleichgewichtes zu verhindern. Nützlinge können in den verschiedensten Formen auftreten. So ernähren sich Marienkäfer, Blumenwanzen oder auch Florfliegen hauptsächlich von Blattläusen. Die Raubmilbe ist der Hauptfeind der obstbaumschädigenden Roten Spinne.

Aber nicht nur Insekten, sondern auch Vögel helfen uns bei der Arbeit. Die Meise kann eine Unmengen von Apfelwicklern verzehren, welcher als Raupe als der klassische 'Wurm im Apfel' bekannt ist. Der Specht befreit unsere Bäume ebenfalls von holzschädigenden Käfern und Würmern.

All diese Maßnahmen werden regelmäßig von der staatlichen Prüfstelle der AMA kontrolliert.

Als Apfelbauer habe ich darauf zu achten, dass wir nicht zu viele Pflegemaßnahmen setzen. Denn Nützlinge kann man am besten fördern, indem man natürliche Abläufe im Sinne eines natürlichen Gleichgewichtes einfach geschehen lässt.